Whiskydestillerie Bunnahabhain

Die schottische Whisky – Brennerei „Bunnahabhain“ befindet sich auf der wie verwunschen anmutenden schottischen Insel Islay. Sanfte Hügel stehen in Kontrast mit bizarrer Vegetationslosigkeit, rauhe See mit mildem Golfstrom. Dieser Ort scheint wie geschaffen zu sein, die aufwendig verarbeiteten Ingredienzen in Korrespondenz mit der maritimen Atmosphäre zu eben jenen Kostbarkeiten reifen zu lassen, die Bunnahabhain seit 1881 zu einer der weltweit exquisitesten Traditionsmarken gemacht haben.

Die Insel Islay ist als die südlichste Hebrideninsel westlich vor der Insel Schottlands gelegen. Funde belegen die Besiedlung seit Jahrtausenden. Hier gibt es jene stummen Zeugen, die immer wieder zu Erzählungen über Schottland als mystisch und etwas übersinnlich anregen. Keltenkreuze und verwitterte Kapellen. Was die Siedler hier auf die Idee gebracht, Whisky zu brennen ist neben dem durchwärmenden Alkohol das torf – haltige Wasser und die salzhaltige Luft. Diese Kombination ist verantwortlich für den einmaligen Geschmack. So entstand auf der Insel „Islay“ eine eigenständige Whisky- Region. Die Brennerei „Bunnahabhain“ ist die nördlichste der acht Whisky – Produktionsstätten. Sie wurde 1881 von den Brüdern Greenless gegründet. Bunnahabhain ist keltisch und bedeutet „Flussmündung“. Dies soll darauf hinweisen, dass die Brennerei ihr Wasser aus dem unterirdischen Fluss „Magadale“ bezieht. Die Brennerei war ebenso namensgebend für die um sie herum entstandene Ortschaft, die heute aus Häuserreihen für die Brennereimitarbeiter und einigen Beherbungen für die am Gewerbe interessierten Touristen besteht. Ab 1999 wurde zeitweilig nur sporadisch gebrannt und die Schliessung drohte. Dies wendete im Jahr 2003 Burn Stewart ab, indem er den Standort kaufte.

Der typische Islay-Whiskey

Die Whiskies der Region Islay sind für die Mischung aus Torfgehalt und Salzgehalt der Meeresluft bekannt. Dadurch erhalten sie den typischen rauchigen Geschmack. Der Torfgehalt kann unter den acht Brennereien der Insel Islay in etwa in drei Abstufungen unterteilt werden. Daran gemessen ist der Whisky der Brennerei „Bunnahabhain“ einer mit dem leichtesten Torfgehalt.

Sorgfalt und Traditionsbewusstsein schaffen ein Meisterstück

Vielfalt sowie große Liebe und Sorgfalt fürs Detail sind die Devise in der Whiskybrennerei. Unterschiede bei den Zutaten, den Herstellungsverfahren sowie den Refungsprozessen machen jedes Whiskey - Label zum Unikat. Jedes Fass schmeckt anders, schon eine kurze Zeitspanne die fehlt, kann den Charakter untypisch machen. Ein Whisky ist beinahe so individuell wie sein Kenner.

„Bunnahabhain 12“

Beim Whisky „Bunnahabhain12“ handelt es sich um einen sogenannten Single- Malt- Whisky.
Dieser Begriff erklärt sich relativ einfach. „Single“ (einzeln) bezieht sich darauf, dass der Whisky – im Gegensatz zum Beispiel zum „Blend“ - aus einer einzigen Brennerei stammt, „Malt“ weist auf Malz als einzige Getreidesorte hin, anders als zum Beispiel der „Grain“, der aus einer Getreidemischung besteht.

Die Inhaltsstoffe des „Bunnahabhain 12“ sind folgende:

Gerste
Da die Gerste an sich später nur unwesentliche Auswirkungen auf den Geschmack hat, ist es nihct von großer Bedeutung, in welcher Region sie angebaut wird. Es gehört jedoch quasi „zum guten Stil“, den Whisky aus schottischer Gerste zu brauen. Nur sehr wenige Brennereien bauen noch ihre eigene Gerste an. Die Brennerei „Bunnahabhain“ kauft ihre Zutaten, das aus Gerste gemälzte Braumalz in den sogenannten „Maltings“ von Port Ellen, die teilweise noch direkt mit dem Boot angeliefert werden sowie vom schottischen Festland.

Quellwasser
Die Qualität und Härte des Wasser ist von entscheidender Bedeutung für die Qualität des Whiskies. Die Brennerei „Bunnuhabhain“ ist im Besitz eines unterirdischen Flusses, der für sein weiches Quellwasser legendär ist. Das Wasser wird in Rohren hinaufbefördert. Dadurch wird verhindert, dass fremde Substanzen sowie Torf dem Wasser beigemengt werden und geschmacksverändernd wirken.

Weitere Zutat: Hefe

Zunächst wird aus der Gerste Malz gewonnen. Die geschieht durch das sogenannte Mälzen. Nur wenige Brennereien bauen ihre eigene Gerste an und mälzen im eigenen Betrieb, sondern kaufen das fertige Braumalz ein. Beim Mälzen wird durch komplexe Ausweichung – und Trocknungsprozesse , unter anderem auch dem Darren unter Zugabe von Torf, Malz gewonnen.

Nach dem Mälzen und dem Maischen, wird durch Hinzufügung von Hefe das „süße Wasser“ alkoholisch gemacht. Man erhält eine Art Bier mit 8% Alkohol! Dieses bildet die Ausgangssubstanz für den Meisterschritt in der Whiskybrennerei: Die Destillation!
Bei diesen komplizierten Brennvorgängen, mindestens zwei bis drei, wird die Flüssigkeit durch Erhitzen vom Alkohol getrennt, der verflüssigt wieder aufgefangen wird. Da die Vor- und Nachläufe minderwertig sind, achtet der „Stillmaster“ penibel darauf geachtet, den sogenannten „Middlecut“ zu gewinnen. Dieser wird „Young Spirit“ genannt und ist beleibe noch kein Whisky. Denn der entsteht erst durch die Reifung in den Fässern. Erst nach drei Jahren Lagerung darf man das Gebräu „Whisky“ nennen. Dieser Reifungsprozess ist entscheidend für den Charakter und den Geschmack, und damit für die Qualität des Whiskies. Das Fass ist in seinen Eigenschaften also ein entscheidender „Verantwortlicher“ im Prozess der Herstellung. Jedes Holz macht einen Unterschied auf Aroma und Farbe. Ein Whisky benötigt einen Mindest- Alkoholgehalt von 40 %.

Für wen eignet sich der „Bunnahabhain 12“

Der „Bunnahabhain 12“ kann als „Einsteiger-Wein“ in der Kategorie der „Region Islay“ bezeichnet werden, Sein vergleichsweise geringer Torfgehalt und das weiche Quellwasser geben ihm eine nussig- süße und fruchtige Note. Da das Quellwasser in Rohren hochgepumpt wird, werden geschmackliche Fremdeinflüsse verhindert.

Geruch: lieblich, mild
Geschmack: nussig- malzig
Abgang: erfrischend- fruchtig
Balance: ausgewogen zwischen malziger Süße und fruchtiger Frische.
Der Whisky hat überdies ein leichtes Torf- und Lakritzaroma.

© Foto: fotolia japanimage

Tags: Whiskey, Islay
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